Dynamischer Stromtarif: Für wen lohnt er sich?
🇺🇸 Read this article in EnglishSeit 2025 müssen alle Stromlieferanten einen dynamischen Tarif anbieten. Der Preis folgt dem Börsenstrompreis und schwankt im Tagesverlauf. Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem (Smart Meter). Lohnenswert ist das vor allem mit E-Auto, Wärmepumpe oder Batteriespeicher, deren Verbrauch sich in günstige Stunden verschieben lässt.
Inhalt
Nachts und an sonnigen oder windigen Tagen ist Strom an der Börse oft sehr günstig, zu den Abendspitzen teuer. Dynamische Tarife geben diese Schwankungen an Verbraucher weiter.
Tarifarten im Vergleich
| Tarif | Preis | Geeignet für |
|---|---|---|
| Festpreistarif | fester Arbeitspreis, oft mit Preisgarantie | Planungssicherheit |
| Dynamischer Tarif | stündlich nach Börsenpreis plus Aufschläge | flexible Verbraucher wie E-Auto, Wärmepumpe, Speicher |
| Grundversorgung | meist teurer, kurzfristig kündbar | Übergangslösung |
Voraussetzungen
- Intelligentes Messsystem: Der Verbrauch muss viertelstündlich gemessen werden. Den Einbau können Sie beim Messstellenbetreiber beantragen.
- Flexibler Verbrauch: Ohne steuerbare Geräte bringt der Tarif wenig, denn Kochen und Licht fallen meist in die teuren Abendstunden.
- Automatisierung: Wallbox, Wärmepumpe oder Speicher sollten nach Preissignal gesteuert werden.
Was kostet ein Gerät zu welcher Uhrzeit?
Stromkostenrechner für GeräteWas kostet ein Gerät im Betrieb?Zum Rechner →Worauf Sie bei Festpreistarifen achten sollten
- Neukundenboni im ersten Jahr verzerren den Preisvergleich.
- Preisgarantien gelten meist nur für einen Teil des Preises.
- Kurze Laufzeiten erleichtern den Wechsel.
Häufige Fragen
Brauche ich für einen dynamischen Tarif einen Smart Meter?
Ja, ein intelligentes Messsystem ist Voraussetzung, damit der Verbrauch zeitgenau abgerechnet werden kann.
Lohnt sich ein dynamischer Tarif ohne E-Auto?
Für Haushalte mit normalem Verbrauch und wenig Flexibilität ist der Vorteil meist gering; ein günstiger Festpreistarif ist oft die einfachere Wahl.