Gesetzliche oder private Krankenversicherung: Was passt zu wem?

Aktualisiert am 27.10.2026 2 Min. Lesezeit Von der WieHow – Home, Energy & Money Guides-Redaktion
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Kurz erklärt

In die private Krankenversicherung (PKV) dürfen Angestellte nur mit einem Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze, außerdem Selbstständige und Beamte. Die PKV kann für junge, gesunde Gutverdiener günstiger sein und bessere Leistungen bieten; im Alter steigen die Beiträge aber oft stark, und eine Rückkehr in die gesetzliche Kasse ist ab 55 kaum noch möglich.

Inhalt
  1. So unterscheiden sich GKV und PKV
  2. Was kostet die gesetzliche Krankenversicherung?
  3. Wer darf in die PKV?
  4. Für wen sich die PKV eher lohnt
  5. Die Risiken der PKV
  6. Zusatzversicherungen als Mittelweg

Rund neun von zehn Menschen in Deutschland sind gesetzlich krankenversichert. Für Gutverdiener, Selbstständige und Beamte stellt sich aber die Frage, ob die private Krankenversicherung die bessere Wahl ist. Die Entscheidung gilt meist fürs ganze Leben.

So unterscheiden sich GKV und PKV

Gesetzlich (GKV)Privat (PKV)
BeitragProzentsatz vom Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenzeabhängig von Alter, Gesundheit und Tarif
FamilieKinder und Ehepartner ohne eigenes Einkommen beitragsfrei mitversichertjede Person zahlt einen eigenen Beitrag
Leistungengesetzlich festgelegt, können sich ändernvertraglich garantiert
AbrechnungVersichertenkarteRechnung zahlen, dann Erstattung

Was kostet die gesetzliche Krankenversicherung?

Der allgemeine Beitragssatz beträgt 14,6 % des Bruttoeinkommens, dazu kommt der Zusatzbeitrag der jeweiligen Krankenkasse. Angestellte teilen sich den Beitrag mit dem Arbeitgeber. Weil der Zusatzbeitrag je Kasse unterschiedlich ist, lohnt sich ein Kassenvergleich – der Wechsel ist einfach und ohne Gesundheitsprüfung möglich.

Wer darf in die PKV?

  • Angestellte mit einem Bruttoeinkommen über der Versicherungspflichtgrenze (2025: 73.800 € im Jahr; sie steigt jährlich)
  • Selbstständige und Freiberufler
  • Beamte – für sie übernimmt die Beihilfe einen großen Teil der Krankheitskosten

Für wen sich die PKV eher lohnt

  • Beamte, weil sie nur den Teil versichern müssen, den die Beihilfe nicht trägt.
  • Junge, gesunde Gutverdiener ohne Familienplanung, die Wert auf bessere Leistungen legen.

Die Risiken der PKV

  • Steigende Beiträge im Alter, obwohl Altersrückstellungen gebildet werden.
  • Familie wird teuer, weil Kinder eigene Beiträge kosten.
  • Rückkehr schwierig: Wer 55 Jahre oder älter ist, kann in der Regel nicht mehr in die GKV zurück.
  • Vorerkrankungen führen zu Risikozuschlägen oder Ablehnung.
Wichtig: Lassen Sie sich vor einem Wechsel in die PKV unabhängig beraten, etwa von einem Versicherungsberater auf Honorarbasis. Die Entscheidung ist kaum rückgängig zu machen.

Zusatzversicherungen als Mittelweg

Wer gesetzlich versichert bleibt, kann einzelne Leistungen privat ergänzen: Zahnzusatz, Krankenhauszusatz für Einbettzimmer und Chefarzt oder eine Brillenversicherung. Das ist meist deutlich günstiger als ein kompletter Wechsel.

Häufige Fragen

Kann ich als Selbstständiger in der GKV bleiben?

Ja, als freiwilliges Mitglied. Der Beitrag richtet sich dann nach Ihrem Einkommen, mit einer Mindestbemessungsgrundlage.

Lohnt sich ein Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse?

Oft ja. Die Leistungen sind größtenteils gleich, die Zusatzbeiträge unterscheiden sich aber. Zusätzliche Extras wie Bonusprogramme können den Ausschlag geben.

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