ETF oder aktiver Fonds: Was ist die bessere Geldanlage?
🇺🇸 Read this article in EnglishETFs bilden einen Index zu sehr niedrigen Kosten nach, aktive Fonds versuchen den Markt mit Fondsmanagement zu schlagen – zu deutlich höheren Gebühren. Langfristige Auswertungen zeigen, dass die große Mehrheit aktiver Aktienfonds ihren Vergleichsindex nach Kosten über 10–15 Jahre nicht schlägt. Für die meisten Anleger sind breit gestreute ETFs daher die einfachere und meist bessere Wahl.
Ob im Sparplan, in der Altersvorsorge oder im Depot: Die Wahl zwischen ETF und aktivem Fonds entscheidet langfristig über viele Tausend Euro.
Der Unterschied
| ETF | Aktiver Fonds | |
|---|---|---|
| Ziel | Index abbilden | Index schlagen |
| Laufende Kosten (TER) | oft 0,1–0,3 % | oft 1,5–2 % |
| Ausgabeaufschlag | keiner (Börsenkauf) | oft bis 5 %, beim Kauf über Broker teils rabattiert |
| Langfristiges Ergebnis | Marktrendite minus geringe Kosten | meist schlechter als der Index |
Warum Kosten so viel ausmachen
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Regelmäßige Vergleiche aktiver Fonds mit ihren Indizes, etwa die SPIVA-Berichte, kommen immer wieder zum gleichen Ergebnis: Über lange Zeiträume liegen die meisten aktiv gemanagten Aktienfonds nach Kosten hinter ihrem Vergleichsindex. Wer in einem Zeitraum vorne lag, schafft das selten dauerhaft.
Ein einfaches ETF-Depot
- Ein weltweit streuender Aktien-ETF (z. B. auf den MSCI World oder FTSE All-World)
- Für den sicheren Teil: Tagesgeld oder ein Anleihen-ETF, je nach Risikobereitschaft
Häufige Fragen
Sind ETFs sicherer als aktive Fonds?
Beide sind Sondervermögen und vor einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt. Das Kursrisiko hängt davon ab, worin investiert wird, nicht von der Fondsart.
Gibt es gute aktive Fonds?
Einzelne Fonds schlagen den Markt über längere Zeit, doch sie im Voraus zu erkennen, ist sehr schwierig.